Some Things Will Never Change ...


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Ich saß im „Club“ an meinem Stammplatz an der Theke, zur üblichen frühen Stunde mit dem üblichen Martini, da kam ein alter Freund herein, der fast ein halbes Jahr nicht in Wien gesehen war.

Die Wiedersehensfreude war groß und statt der üblichen Begrüßungsfloskeln fiel der Satz: some things will never change . Er bezog ihn auf mich, wissend wo ich zu finden war, ich bezog ihn auf die Bar und dachte, ein größeres Kompliment kann man einer American Bar eigentlich nicht machen.

Mario Castillo und sein Barfly'sWas ein echtes watering hole ausmacht, was es zu einer jener „Tränken“ macht, die die Welt bedeuten und die in der Welt etwas bedeuten, ist die Stetigkeit. Hier gibt es den klassischen Kanon der Drinks, die klassische Musik des amerikanischen main stream , den klassischen Typ des Barkeepers, den du seit Jahren kennst, der sich aber lieber die Zunge abbeißen würde, als dir in falsch verstandener Freundschaft zu nahe zu kommen. Und natürlich einen Boß, der Abend für Abend da ist, die Gäste und ihre Gewohnheiten persönlich kennt und sich auch nicht zu gut ist, selbst Hand an Shaker und Rührglas zu legen.

Fehl am Platz dagegen ist, wer Sensationen sucht, modische Drinks, schicke Keeper und noch schickere Gäste, den ganzen Talmi eben, der unter dem Halogenlicht der sogenannten In-Lokale seinen falschen Glanz verstrahlt.

In einer Welt, die Veränderungen geradezu zum Prinzip erhoben hat, braucht es solch sichere Plätze der Geborgenheit, Orte, von denen man weiß, daß sie da sind und genauso sind, wie man sie verlassen hat – gestern oder vor Jahren, das macht keinen Unterschied.

Der „BARFLY´S CLUB“ ist auf dem besten Weg, eine dieser Institutionen zu werden, in einer Reihe mit den großen American Bars, die Kulturgeschichte geschrieben haben.

Und wir haben das Glück, dabei zu sein.

Angelo Peer

(Angelo Peer schreibt in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern über Bars, Spirituosen und deren Menschen)

 
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